>>> YOU ARE VIEWING A 200 LINE SAMPLE OF EBOOK# E06414 <<< TITLE: ALSO SPRACH ZARATHUSTRA AUTHOR: FRIEDRICH WILHELM NIETZSCHE EBOOK: E06414 (O'Briens Book Cellar) LANGUAGE: GERMAN Friedrich Nietzsche Also sprach Zarathustra Ein Buch fuer Alle und Keinen Inhaltsverzeichnis Erster Theil Zarathustra's Vorrede Die Reden Zarathustra's Von den drei Verwandlungen Von den Lehrstuehlen der Tugend Von den Hinterweltlern Von den Veraechtern des Leibes Von den Freuden- und Leidenschaften Vom bleichen Verbrecher Vom Lesen und Schreiben Vom Baum am Berge Von den Predigern des Todes Vom Krieg und Kriegsvolke Vom neuen Goetzen Von den Fliegen des Marktes Von der Keuschheit Vom Freunde Von tausend und Einem Ziele Von der Naechstenliebe Vom Wege des Schaffenden Von alten und jungen Weiblein Vom Biss der Natter Von Kind und Ehe Vom freien Tode Von der schenkenden Tugend Zweiter Theil Das Kind mit dem Spiegel Auf den glueckseligen Inseln Von den Mitleidigen Von den Priestern Von den Tugendhaften Vom Gesindel Von den Taranteln Von den beruehmten Weisen Das Nachtlied Das Tanzlied Das Grablied Von der Selbst-Ueberwindung Von den Erhabenen Vom Lande der Bildung Von der unbefleckten Erkenntniss Von den Gelehrten Von den Dichtern Von grossen Ereignissen Der Wahrsager Von der Erloesing Von der Menschen-Klugheit Die stillste Stunde Dritter Theil Der Wanderer Vom Gesicht und Raethsel Von der Seligkeit wider Willen Vor Sonnen-Aufgang Von der verkleinernden Tugend Auf dem Oelberge Vom Voruebergehen Von den Abtruennigen Die Heimkehr Von den drei Boesen Vom Geist der Schwere Von alten und neuen Tafeln Der Genesende Von der grossen Sehnsucht Das andere Tanzlied Die sieben Siegel (Oder: das Ja- und Amen-Lied) Vierter und letzter Theil Das Honig-Opfer Der Nothschrei Gespraech mit den Koenigen Der Blutegel Der Zauberer Ausser Dienst Der haesslichste Mensch Der freiwillige Bettler Der Schatten Mittags Die Begruessung Das Abendmahl Vom hoeheren Menschen Das Lied der Schwermuth Von der Wissenschaft Unter Toechtern der Wueste Die Erweckung Das Eselsfest Das Nachtwandler-Lied Das Zeichen Erster Theil Zarathustra's Vorrede. 1. Als Zarathustra dreissig Jahr alt war, verliess er seine Heimat und den See seiner Heimat und ging in das Gebirge. Hier genoss er seines Geistes und seiner Einsamkeit und wurde dessen zehn Jahr nicht muede. Endlich aber verwandelte sich sein Herz, - und eines Morgens stand er mit der Morgenroethe auf, trat vor die Sonne hin und sprach zu ihr also: "Du grosses Gestirn! Was waere dein Glueck, wenn du nicht Die haettest, welchen du leuchtest! Zehn Jahre kamst du hier herauf zu meiner Hoehle: du wuerdest deines Lichtes und dieses Weges satt geworden sein, ohne mich, meinen Adler und meine Schlange. Aber wir warteten deiner an jedem Morgen, nahmen dir deinen Ueberfluss ab und segneten dich dafuer. Siehe! Ich bin meiner Weisheit ueberdruessig, wie die Biene, die des Honigs zu viel gesammelt hat, ich bedarf der Haende, die sich ausstrecken. Ich moechte verschenken und austheilen, bis die Weisen unter den Menschen wieder einmal ihrer Thorheit und die Armen einmal ihres Reichthums froh geworden sind. Dazu muss ich in die Tiefe steigen: wie du des Abends thust, wenn du hinter das Meer gehst und noch der Unterwelt Licht bringst, du ueberreiches Gestirn! Ich muss, gleich dir, _untergehen_, wie die Menschen es nennen, zu denen ich hinab will. So segne mich denn, du ruhiges Auge, das ohne Neid auch ein allzugrosses Glueck sehen kann! Segne den Becher, welche ueberfliessen will, dass das Wasser golden aus ihm fliesse und ueberallhin den Abglanz deiner Wonne trage! Siehe! Dieser Becher will wieder leer werden, und Zarathustra will wieder Mensch werden." - Also begann Zarathustra's Untergang. 2. Zarathustra stieg allein das Gebirge abwaerts und Niemand begegnete ihm. Als er aber in die Waelder kam, stand auf einmal ein Greis vor ihm, der seine heilige Huette verlassen hatte, um Wurzeln im Walde zu suchen. Und also sprach der Greis zu Zarathustra: Nicht fremd ist mir dieser Wanderer: vor manchen Jahre gieng er her vorbei. Zarathustra hiess er; aber er hat sich verwandelt. Damals trugst du deine Asche zu Berge: willst du heute dein Feuer in die Thaeler tragen? Fuerchtest du nicht des Brandstifters Strafen? Ja, ich erkenne Zarathustra. Rein ist sein Auge, und an seinem Munde birgt sich kein Ekel. Geht er nicht daher wie ein Taenzer? Verwandelt ist Zarathustra, zum Kind ward Zarathustra, ein Erwachter ist Zarathustra: was willst du nun bei den Schlafenden? Wie im Meere lebtest du in der Einsamkeit, und das Meer trug dich. Wehe, du willst an's Land steigen? Wehe, du willst deinen Leib wieder selber schleppen? Zarathustra antwortete: "Ich liebe die Menschen." Warum, sagte der Heilige, gieng ich doch in den Wald und die Einoede? War es nicht, weil ich die Menschen allzu sehr liebte? Jetzt liebe ich Gott: die Menschen liebe ich nicht. Der Mensch ist mir eine zu unvollkommene Sache. Liebe zum Menschen wuerde mich umbringen. Zarathustra antwortete: "Was sprach ich von Liebe! Ich bringe den Menschen ein Geschenk." Gieb ihnen Nichts, sagte der Heilige. Nimm ihnen lieber Etwas ab und trage es mit ihnen - das wird ihnen am wohlsten thun: wenn er dir nur wohlthut! Und willst du ihnen geben, so gieb nicht mehr, als ein Almosen, und lass sie noch darum betteln! "Nein, antwortete Zarathustra, ich gebe kein Almosen. Dazu bin ich nicht arm genug." Der Heilige lachte ueber Zarathustra und sprach also: So sieh zu, dass sie deine Schaetze annehmen! Sie sind misstrauisch gegen die Einsiedler und glauben nicht, dass wir kommen, um zu schenken. Unse Schritte klingen ihnen zu einsam durch die Gassen. Und wie wenn sie Nachts in ihren Betten einen Mann gehen hoeren, lange bevor die Sonne aufsteht, so fragen sie sich wohl: wohin will der Dieb? Gehe nicht zu den Menschen und bleibe im Walde! Gehe lieber noch zu <<< END OF SAMPLE... (THE FULL EBOOK HAS 543155 TOTAL CHARACTERS) >>>