>>> YOU ARE VIEWING A 200 LINE SAMPLE OF EBOOK# E05665 <<< TITLE: FABELN UND ERZAEHLUNGEN AUTHOR: CHRISTIAN FUERCHTEGOTT GELLERT EBOOK: E05665 (O'Briens Book Cellar) LANGUAGE: GERMAN Fabeln und Erzaehlungen Christian Fuerchtegott Gellert Inhalt (Alphabetisch sortiert): Alcest Amynt Calliste Chloris Cleant Cotill Damokles Damoetas und Phyllis Das Fuellen Das Gespenst Das Heupferd, oder der Grashuepfer Das Hospital Das junge Maedchen Das Kartenhaus Das Kutschpferd Das Land der Hinkenden Das neue Ehepaar Das Pferd und der Esel Das Pferd und die Bremse Das Schicksal Das Testament Das Unglueck der Weiber Das Vermaechtnis Der Affe Der arme Greis Der arme Schiffer Der Arme und der Reiche Der baronisierte Buerger Der Bauer und sein Sohn Der beherzte Entschluss Der betruebte Witwer Der Bettler Der Blinde und der Lahme Der erhoerte Liebhaber Der Freier Der Freigeist Der Fuchs und die Elster Der gluecklich gewordene Ehemann Der glueckliche Dichter Der Greis Der gruene Esel Der gute Rat Der guetige Besuch Der Hund Der junge Drescher Der junge Gelehrte Der junge Prinz Der Juengling Der Kandidat Der Knabe Der Kranke Der Kuckuck Der Luegner Der Maler Der Polyhistor Der Prozess Der Reisende Der Schatz Der Selbstmord Der sterbende Vater Der suesse Traum Der Tanzbaer Der Tartarfuerst Der Tod der Fliege und der Muecke Der unsterbliche Autor Der Wuchrer Der wunderbare Traum Der zaertliche Mann Der Zeisig Die Bauern und der Amtmann Die beiden Hunde Die beiden Knaben Die beiden Maedchen Die beiden Schwalben Die beiden Waechter Die Betschwester Die Biene und die Henne Die Ente Die Fliege Die Frau und der Geist Die Geschichte von dem Hute Die glueckliche Ehe Die Guttat Die junge Ente Die kranke Frau Die Missgeburt Die Nachtigall und der Kuckuck Die Nachtigall und die Lerche Die Reise Die schlauen Maedchen Die Spinne Die Verschwiegenheit Die Widersprecherin Die zaertliche Frau Elpin Emil Epiktet Erast Herodes und Herodias Inkle und Yariko Lisette Monime Philinde Selinde Semnon und das Orakel Till Alcest Alcest, den mancher Kummer drueckte, Der, weil er sich nicht zu dem Laster schickte, Noch sich vor reichen Toren bueckte, Bei Fleiss und Kunst sich elend sah, Stund neulich traurig auf. Freund, geht dir dies nicht nah, Dass viele Kluge darben muessen, Bloss weil sie mehr als andre wissen, Und, zu Betrug und List zu blind, Zu gross zu Prahlerei und Wind, Nicht knechtisch gnug zu Schmeichlern sind? O Freund, bedaure doch Alcesten, Ihn, den itzt schwere Sorgen pressten; Ihn, der von einem Buch beschaemt zum andern schlich, Und doch dem Kummer nicht entwich; Ihn, der sich laut durch manchen Trostgrund lehrte, Und doch sein Herz viel lauter seufzen hoerte; Der herzhaft zu sich selber sprach: Gott lebt, Gott herrscht und hoert dein Ach; Er hoert, so gross er ist, der jungen Raben Flehen; Drum ist er nicht zu gross, auch dir mit beizustehen; Und der, indem er dieses sprach, Doch noch im Herzen rief: Wie wird dirs kuenftig gehen? Der beste Trostgrund blieb noch schwach; Denn welch bekuemmert Herz besiegt man gleich mit Gruenden? Es fuehlt der starken Gruende Kraft, Und flieht zurueck in seine Leidenschaft, Um jener Macht nicht zu empfinden. Alcest beschloss zu seinem Freund zu gehn, Den er zween Tage nicht gesehn. Er, sprach er, ist es wert, und fing schon an zu gehn, Dass ich zu ihm mit meinem Kummer eile, Und meinen Kummer mit ihm teile; In Damons Arm, wenn Damon mit mir spricht, Wird die Geduld, die sonst so schwere Pflicht, Mir lange so beschwerlich nicht. Er eilt mit sehnsuchtsvollem Herzen, Wie nach dem Arzt ein Siecher, der sonst schleicht, In Hoffnung schneller geht, und hoffend seine Schmerzen Nicht fuehlt, noch merkt, wie sehr er keucht, Bis er des Arztes Haus erreicht. In diesem brennenden Verlangen, Den treuen Damon zu umfangen, Tritt er ins Haus und eilt die Treppe schnell hinauf. Der Vorsaal wimmelte von Leuten, Alcest erschrickt. "Gott! was soll das bedeuten?" Er tritt herein; und seht, man bahrt den Damon auf. Er kehrte von dem toten Freunde Nach einem letzten Kuss zurueck. Die Sorgen, seiner Ruhe Feinde, Entwichen in dem Augenblick. Was, sprach er, will ich mich denn quaelen? Kann mich der Tod so bald entseelen, Was nuetzt mir alles Glueck der Welt? Um froh zu sterben, will ich leben. Der Herr, der alles Fleisch erhaelt, Wird mir, soviel ich brauche, geben. Ihm wert zu sein, der Tugend nachzustreben, Dies sei mein Kummer auf der Welt! Amynt Amynt, der sich in grosser Not befand, Und, wenn er nicht die Huette meiden wollte, Die hart verpfaendet war, zehn Taler schaffen sollte, Bat einen reichen Mann, in dessen Dienst er stand, Doch dieses Mal sein Herz vor ihm nicht zu verschliessen; Und ihm zehn Taler vorzuschiessen. Der Reiche ging des Armen Bitten ein. Denn gleich aufs erste Wort? Ach nein! Er liess ihm Zeit, erst Traenen zu vergiessen; Er liess ihn lange trostlos stehn, Und oft um Gottes Willen flehn, Und zweimal nach der Tuere gehn. Er warf ihm erst mit manchem harten Fluche Die Armut vor, und schlug hierauf Ihm in dem dicken Rechnungsbuche Die Menge boeser Schuldner auf, <<< END OF SAMPLE... (THE FULL EBOOK HAS 201575 TOTAL CHARACTERS) >>>