>>> YOU ARE VIEWING A 200 LINE SAMPLE OF EBOOK# E05588 <<< TITLE: DER DIAMANT DES GEISTERKOENIGS AUTHOR: FERDINAND RAIMUND EBOOK: E05588 (O'Briens Book Cellar) LANGUAGE: GERMAN Der Diamant des Geisterkoenigs, oder Zauberposse mit Gesang in zwei Aufzuegen Ferdinand Raimund Personen Longimanus, Geisterkoenig. Pamphilius, sein erster Kammerdiener. Zephises, ein Magier, als Geist. Eduard, sein Sohn. Florian Waschblau, sein Diener. Mariandel, Koechin. Amine, eine Englaenderin. Kolibri, ein Genius. Veritatius, Beherrscher der Insel der Wahrheit. Modestina, seine Tochter. Aladin, sein erster Hoefling. Erster und Zweiter Nachbar von Eduard. Osillis. Amazilli. Bitta. Lira. Die Hoffnung. Ein Herold. Fee Aprikosa. Fee Amarillis. Erster und Zweiter Zauberer. Koliphonius, Waechter des Zaubergartens. Ein Feuergeist. Die Stimme des singenden Baumes. Erste und Zweite Drude. Der Winter. Der Sommer. Der Herbst. Der Fruehling. Ein Grieche.--Eine Griechin. Feuergeister. Luftgeister. Genien. Feen. Inselbewohner. Eduards Nachbarn. Wache. Erster Aufzug. (Vorhalle im Palaste des Geisterkoenigs.) Erste Szene. Zauberer. Feen. Geister. (Einige mit Bittschriften.) Ein Feuergeist. Chor. Sollen wir noch lange harren? Bald verlaesst uns die Geduld! Sind wir Geister seine Narren? Unverzeihlich ist die Schuld. Fee Aprikosa. Welche Beleidigung, Damen solange warten zu lassen, als waeren sie seine Domestiken! Alle. Das ist unerhoert! Erster Zauberer. Ich frage, wie kann man ein Geisterkoenig sein und so lange schlafen? Zweiter Zauberer. Und ich frage, wie kann man vernuenftig sein und unvernuenftig reden? Geisterkoenig ist er; er muss fuer uns alle wachen, folglich muss er auch fuer uns alle schlafen. Erster Zauberer. Seine Pflicht heischt aber, unsere Bitten zu hoeren. Fee Amarillis. Und er kuemmert sich gar nicht um uns; spart seine Gunst nur fuer die Menschen auf. Erster Zauberer. Er hat schon ungeheure Schaetze der Luft entzogen und sie der Erde zugewendet. Zweiter Zauberer. Sehen Sie, darum bauen sich die Leute jetzt so viele Luftschloesser. Wenn nicht das Sterben bei ihnen noch Mode waere, so ging's dem Volk besser als uns. Fee Aprikosa. Was wollen Sie denn? Er hat ja erst gestern einen Menschen, den er auf der Erde kennen gelernt hat, unter die Geister aufgenommen, weil ihn bei dem letzten Wetter der Blitz erschlagen hat. Erster Zauberer. Ja, richtig; er heisst Zephise, war Taschenspieler und soll ein blitzdummer Kerl sein. Zweiter Zauberer. Sehr natuerlich! Dumm war er so schon, der Blitz hat ihn auch getroffen, also ist er blitzdumm. Fee Amarillis. Der Zauberkoenig verschwendet zu viel. Seine Reisen auf die Erde kosten ihm enorme Summen. Zweiter Zauberer. Jawohl, ich bin ein einziges Mal auf die Erde hinabgereiset, weil ich soviel von der schoenen Gegend von Simmering gehoert hab', und ich weiss, was mich das gekostet hat. Fee Aprikosa. Und richtet er nicht das ganze Reich nach der Erde ein? Wir werden noch alle Moden von Paris und Wien heraufbekommen. Fee Amarillis. Ja, wenn nur in seinem Zauberreiche noch Franzoesisch gesprochen wuerde, das waere doch nobel, aber seit er in Wien war, spricht er wienerisch, und wir sollen es nachmachen. Zweiter Zauberer. Ich hab's schon nachgemacht. Fee Amarillis. Schaemen Sie sich, wenn man das im Auslande erfaehrt! Das wird entsetzlich werden. Erster Zauberer undr Fee Aprikosa. Ja, unerhoert. Zweiter Zauberer. Ich weiss, es kommt ein Krieg aus, bloss wegen dem. Aber wissen S', er denkt halt so, und so sollen manche denken, besser schoen lokal reden, als schlecht hochdeutsch. Fee Aprikosa Kurz, die Menschen haben ihn ganz verdorben; er ist nicht mehr zu kennen. Erster Zauberer. Er laesst sie ja scharenweise zu sich heraufkommen und gewaehrt ihnen ihre Bitten. Alle. Wahr ist's! Zweite Szene. Vorige. Ein Feuergeist. Feuergeist (ganz rot gekleidet, rotes Gesicht und rote Haende; er hat die ganze Szene behorcht). Potz Pech und Schwefel, das ist zuviel! Ich bin Feuergeist, Oberfeuerwerker und Kanonier des Zauberkoenigs! Wer kann sagen, dass seit drei Jahren eine menschliche Seele in seinen Palast gekommen ist? Bin ich nicht auf seine Kosten nach Neapel gereist, um den Vesuv aufzunehmen und einen aehnlichen ueber seinen Palast zu bauen? Ist das nicht geschehen? Blausaeure und Vitrioloel! Fee Aprikosa. Und warum ist es geschehen? Damit wir ihn nicht sooft belaestigen und mit unserm Wolkenwagen jetzt durch den Krater fahren muessen, wie die Hexen durch den Rauchfang. Feuergeist. Nein! Potz Pech und Schwefel! Damit er von der Menschheit, die sich durch verschiedene magische Kuenste in sein Reich filoutiert hatte, um ihn mit Betteleien zu belaestigen, Ruhe bekomme. Zweiter Zauberer. Ja, ja, so ist der Kaffee. Erster Zauberer. Das muessen Sie Narren weismachen. Feuergeist. Aber, ins Geiers Namen, das tue ich ja; und wer's nicht glauben will, den sollen alle kongreveschen Raketen-- Zweiter Zauberer (gleich einfallend). Nun, nun, mein Herr Feuergeist und Oberkanonier, moderieren Sie sich nur! Sie zuenden ja sonst den Palast an mit Ihren Raketen. Alle. Werft ihn hinaus! Hinaus mit ihm! Feuergeist. Was? Einen Feuergeist hinauswerfen? Zweiter Zauberer. Da haben wir schon andere hinausgeworfen. Feuergeist. Beim Brand von Moskau, das ist zuviel! (Mit geballter Faust) Wer mir in die Naehe kommt, dem werf' ich eine Leuchtkugel an den Kopf, dass ihm das bengalische Feuer aus den Augen spritzen soll. Dritte Szene. Pamphilius. Vorige. Pamphilius. He, he! was ist denn das! Sie halten ja ein voelliges Stiergefecht im Vorgemach des Zauberkoenigs! Erster Zauberer (voll Freundlichkeit). Ach, unser lieber Pamphilius! Alle Weiber. Unser schoener Pamphilius! (Schmeicheln ihm.) Zweiter Zauberer. Gruess' Sie der Himmel, Herr von Pamphilius! (draengt die Weiber weg und umarmt ihr..) Pamphilius. Ich komme, Ihnen zu melden, dass der Beherrscher seine vierundzwanzigstuendige Ruhe beendiget hat und sich alsobald mit unglaublicher Schnelligkeit aus dem Bette begeben wird. Erster Zauberer. Ah, scharmant! Beide Feen. Der liebenswuerdige Herr! Zweiter Zauberer. O, fidelibus! fidelibus! Feuergeist. Jetzt reisst mir die Geduld! Herr Pamphilius, potz Pech und Schwefel, ich bin ein treuer Diener des Zauberkoenigs, ich kann nicht schweigen. Pamphilius. Was haben Sie denn fuer einen Laermen, Herr Oberfeuerwerker? <<< END OF SAMPLE... (THE FULL EBOOK HAS 111315 TOTAL CHARACTERS) >>>